Vermittlung
Das Gespräch als Raum der Begegnung mit Kunst und Menschen ist wesentlich für die Workshops und Führungen in Museen. Das Sehen als körperliche Tätigkeit in Verbindung mit dem Gehen ist Grundlage für Kunstspaziergänge und das Leben mit Bildern.
Workshops
»Kunst sehen« im Kunstmuseum Bonn, April bis Juni 2026
In dieser Workshop-Reihe schenken wir der Freude am Sehen besondere Aufmerksamkeit.
Abwechslungsreiche Methoden und Übungen stärken die eigene Wahrnehmung für Verborgenes und Wertvolles in der Kunst, in uns selbst und in unserem Alltag.
Wir wandern durch das Museum, aktivieren die Bewegung des Sehens und schauen, wie uns Kunst im Museum und weit darüber hinaus kräftigt und bereichert.
23.April 2026
Unser Körper als Ausgangspunkt für die Wahrnehmung.
Ein Gespür für die Bewegung im Raum entwickeln und neue Perspektiven und Standpunkte entdecken.
7.Mai 2026
Facettenreich!
Wie wir die Sinne im Museum stärken und so den Genuss im Alltag erhöhen.
21.Mai 2026
Mit dem Zufall gehen.
Kunstwerke auswählen und Zufallstechniken als Gewinn für die eigene Wahrnehmung ausprobieren.
11.Juni 2026
Resonanzen nachspüren.
Kunstwerken begegnen und in die Welt der Assoziationen, Empfindungen und Gedanken eintauchen und sehen, was da ist.
25. Juni 2026
Im Austausch sein.
Der Kunst und den Menschen begegnen.
16.Juli 2026
Sich erinnern, erfreuen und weiterdenken.
Was wir künstlerisch gestalten, tragen wir in den Alltag weiter.
Mit Dr. Viola Michely, jeweils donnerstags von 15:30 bis 17:30 Uhr
Es ist keine Anmeldung erforderlich.
Das Ticket kann an der Museumskasse vorab oder am Termin gekauft werden.
Führungen
Öffentliche Führungen
in Kolumba Kunstmuseum Köln
Immer Samstags um 10.30 Uhr
Telefonische Buchung montags bis freitags
von 10 bis 12 Uhr: 0221-933193-32
oder per E-Mail: vermittlung@kolumba.de

Tandem Führungen
zusammen mit dem Künstler Andreas Maus in Kolumba
Siehe auch die Publikation
IM TANDEM gibt uns die Kunst neue Perspektiven. Für mehr selbstbestimmte Teilhabe im Kunstmuseum
Bonn, Köln 2023,
Hrsg. von Sabina Leßmann, Jutta Pöstges, Marleen Rothaus, Anne Leichtfuß.
ISBN 978-3-943676-20-4.
Kunstspaziergänge
Abteiberg Museum Mönchengladbach
Für seine feine Sammlung des 20. und 21. Jahrhunderts ist das Abteiberg Museum in Mönchengladbach berühmt. Allein die Architektur ist beeindruckend. Die weich verputzten Räume, wie mit Lehm gebaut, im Kontrast dazu das Treppenhaus, wie sich die Räume mit der Kunst in den Berg einnisten und der Blick dann frei durch große Fenster in die städtische Landschaft wandert. Die Kunst im Rücken stärkt den Blick in den Horizont, erschafft, was dort nicht sichtbar ist. Das Revolutionsklavier von Joseph Beuys steht als Blickfang im ersten und größten Raum des Museums, der sich zum Horizont hin öffnet. Das Klavier, mit getrockneten Rosen und Nelken übersät, wie eine Zeitkapsel…
Impuls für den Besuch eines Museums
Genießen Sie das Gehen durch die Räume des Museums. Nehmen Sie sich Zeit, durch einen Raum oder vielleicht auch zwei Räume zu gehen. Betrachten Sie die Kunst lediglich aus dem Augenwinkel. Gehen Sie die Wände entlang oder kreuz und quer. Wenn sich Ihnen etwas in den Weg stellt, umkreisen Sie es. Wählen Sie wie zufällig ein Kunstwerk aus, zu dem Sie immer wieder zurückkehren möchten.
Leben mit Bildern
Leben mit Bildern der amerikanischen Künstlerin Agnes Martin
Die Bilder von Agnes Martin sind von großer Einfachheit, unscheinbar und dezent strahlend. Ihnen in einem Museum unter Werken anderer Künstler*innen zu begegnen, erfordert sich ihnen zuzuwenden. Gleichförmig ziehen sich perfekt gezeichnete horizontale Linien über die Leinwand. Die meist gleichbreiten Streifen sind in zartes Blau, Rot oder Gelb „getaucht“, so wie das Sonnenlicht den Himmel einfärbt. Vom Format her fast quadratische Ausschnitte, weder Porträt noch Landschaft, sind sie derart fokussiert auf den Moment des ersten Lichts am Himmel und seinem Farbenspiel. Das Phänomen des ersten Lichts destilliert, ist von der Künstlerin als reine Form präsentiert. Jeden Morgen wie Agnes Martin auf das Licht warten, da ist die Sehnsucht nach dem Moment sehen zu können, die Freude, wenn die Sonne der Erde ihr Licht schenkt.
Auszug aus einem noch unveröffentlichtem Text zu Agnes Martin

