Jede Farbkarte in der Größe von 14,8 x 10,4 cm  besteht aus einem Fundstück, der Lokalisierung und Datierung des Funds, einem gemalten Feld der Farbe des Fundstücks und einem poetischen Farbnamen. 

Farbnamen der Farbkarten

Farbkarten können einzeln gerahmt oder direkt auf der Wand und in größeren Ensembles präsentiert werden.
Zu einzelnen Farbkarten entstehen Texte:

"Im Licht der Dinge"
Im Licht der Dinge sind wir kleinst Partikel Erdgeschichte, viel kleiner als Steine. Das Licht der Dinge wahrnehmen, heißt auch uns als Minimalerscheinung in einem unüberschaubar größeren Zusammenhang sehen lernen. Daher rührt die Zuneigung an die wirklich kleinen Dinge. Sie sind mir heilig.  


Fundstücke am Rhein zu finden im Gehen und Sehen habe ich in folgendem Text beschrieben:

“Nach der letzten großen Eiszeit füllte sich die Senke zwischen Eifel und Bergischem mit Schmelzwasser. Der Rhein verdankt ihr sein Leben, trägt Erde mit sich fort ins Meer und wäscht Kiesel tag aus tag ein, als ob er nach Gold suche. Die Landschaft erträgt sein Treiben, ist er doch ihr Kind, das sie darauf bettet, die Kiesel aufgeworfen zu beiden Seiten wie hastig zurückgeschlagene Laken.”  
Auszug aus Viola Michely: Gehen und Sehen. In: Am laufenden Wort, Anthologie des Autorenforum Köln e.V. Engelsdorfer Verlag Leipzig 2017. ISBN 978-3-96008-958-2, S. 20-21.

Gehen und Sehen